Weltladen Ditzingen, Münchinger Straße 3/1
>Weltladen Heimerdingen, Hindenburgstraße 8

Fairer Handel

Der Faire Handel zahlt Preise, die über dem Weltmarktniveau liegen und bietet langfristige Handelsbeziehungen, sowie, auf Wunsch, Vorfinanzierungen. So werden Selbständigkeit und Gleichberechtigung der im globalen Handelsgeschehen benachteiligten Produzenten gefördert.

Die Weltläden in Ditzingen und Heimerdingen sind Mitglied im DEAB (Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V.) und Weltladendachverband.

Definition des Fairen Handels:
Der Faire Handel muss laut Resolution des Europaparlaments (EG A6 0207/2006) eine Reihe von Kriterien erfüllen. Zu diesen zählen:

  1. einen fairen Preis, der einen fairen Lohn garantiert, welcher die Kosten der nachhaltigen Erzeugung und die Lebenshaltungskosten deckt und mindestens so hoch sein muss wie der Fair-Trade-Mindestpreis plus Zuschlag, sofern ein solcher von den internationalen Fair-Trade-Vereinigungen festgelegt worden ist
  2. teilweise Vorauszahlungen, wenn der Erzeuger dies wünscht,
  3. langfristige stabile Beziehungen zu den Erzeugern und Beteiligung der Erzeuger an der Festlegung der Fair-Trade-Standards,
  4. Transparenz und Rückverfolgung während der gesamten Lieferkette, um eine angemessene Information der Verbraucher zu gewährleisten,
  5. Produktionsbedingungen, die den acht Kernübereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) entsprechen,
  6. Achtung der Umwelt, Schutz der Menschenrechte und insbesondere der Frauen- und Kinderrechte und Achtung traditioneller Produktionsmethoden, die die wirtschaftliche und soziale Entwicklung fördern,
  7. Kapazitätsaufbau und Stärkung der Fähigkeiten der Erzeuger, insbesondere der Klein- und Grenzerzeuger, sowie der Arbeitnehmer in den Entwicklungsländern, ihrer Organisationen sowie der jeweiligen Gemeinschaften, um die Nachhaltigkeit des fairen Handels zu gewährleisten,
  8. Unterstützung von Produktion und Marktzugang für die Erzeugerorganisationen,
  9. Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung in Bezug auf die Fair-Trade-Produktion und die Handelsbeziehungen, die Aufgaben und Ziele des fairen Handels und die bestehende Ungerechtigkeit internationaler Handelsregelungen,
  10. Überwachung und Verifizierung der Einhaltung dieser Kriterien, wobei Organisationen im Süden eine größere Rolle spielen müssen, damit die Kosten gesenkt werden und eine stärkere lokale Beteiligung am Zertifizierungsprozess erreicht wird,
  11. regelmäßige Beurteilungen der Auswirkungen von Fair-Trade-Maßnahmen.


Quelle: www.europarl.europa.eu